Agenda-Termine auf dem iPhone & Co

Allgemeine Anregungen, Erfahrungen und Empfehlungen rund um Elexis

Agenda-Termine auf dem iPhone & Co

Beitragvon Cavigelli » 07.01.2010, 11:40

Es ist möglich, mit dem iPhone die Elexis-Agenda auf dem Server/PC zu bedienen. Dazu haben wir "iTapRDP client" aus dem App-Store für 14 Franken installiert/konfiguriert. Mit Tastatur und Gesten steuert man den PC bzw. die Elexis-Agenda.

Die Anwendung funktioniert bei uns seit Ende November 2009 zuverlässig.

iTap RDP client: Windows XP Professional, XP Media Center 2005, Vista Business, Ultimate und Enterprise, Server 2000/2003/2008, 7 Professional, Enterprise und Ultimate.
iTap VNC client: Mac OS X, UltraVNC, TightVNC und RealVNC.
Zuletzt geändert von Cavigelli am 13.01.2010, 17:34, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Agende-Termine auf dem iPhone & Co

Beitragvon gweirich » 07.01.2010, 13:21

Cavigelli hat geschrieben:Es ist möglich, mit dem iPhone die Elexis-Agende auf dem Server/PC zu bedienen. Dazu haben wir "iTapRDP client" aus dem App-Store für 14 Franken installiert/konfiguriert. Mit Tastatur und Gesten steuert man den PC bzw. die Elexis-Agenda.


Das ist ja hochinteressant. Eigentlich kann man damit ja dann vermutlich nicht nur die Agenda steuern, sondern das ganze Elexis, auf Hausbesuchen oder so, nicht?

Leiten Sie den Remote Desktop durch ein VPN oder als direkte Freigabe?
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Beitragvon Cavigelli » 07.01.2010, 19:52

Wir haben den direkten Zugang ausgewählt.

Sowohl Elexis als auch der Server lassen sich mit der oben beschriebenen Anwendung bedienen.

Mit "Wischbewegungen" kann man nach der Patientenauswahl auf die Elexis-Agenda, die Diagnoseliste oder die Medikamentenliste wechseln, je nach Zusammenstellung der Perspektive.

Experimentell haben wir auch Konsultationen abgerechnet sowie Printscreens und vorhandene Dokumente aus Elexis versendet. Es ist möglich, gleichzeitig zu telefonieren.
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Beitragvon gweirich » 08.01.2010, 09:02

Für Android phones scheint es auch was zu geben:

http://www.softwareforme.com/phonemypc/

Werde ich demnächst mal ausprobieren.

Ein Problem mit all diesen Fernzugriffsmethoden bleibt halt der Datenschutz. Die Technik mit der besten Reputation bleibt VPN (als IPSec, PPTP oder OpenVPN). Microsofts RDP ist zwar auch verschlüsselt, aber soviel ich weiss, gibt es dazu keine Implementations-Interna nachzulesen. VNC ist von Haus aus unverschlüsselt, ausser wenn man es explizit durch eine SSH leitet.

Wenn man sich gegen den Vorwurf mangelnder Sorgfalt absichern will, sollte man dies berücksichtigen und insbesondere auch dafür sorgen, dass die Zugangscodes und -schlüssel geheim bleiben.
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Beitragvon lcavigelli » 08.01.2010, 20:15

Zum Datenschutz:
Die Verschlüssselungen von VPN mit IPSec oder OpenVPN sind sicher genug, RDP ist sicher genug (mit 128bit SSL/TLS). Die Client-Authentifizierung sollte dies jeweils auch sein.
Viel wichtiger ist hier, dass man sich die Mühe macht Zertifikate zu erstellen, um die Server-Authentifizierung sicherzustellen.
Ziel der Verschlüsselung ist ja hauptsächlich, dass keine MITM-Attacke zum Mithören möglich ist (offene und WEP-gesicherte WLANs sind hier besonders gefährlich). Ohne Server-Authentifizierung ist dies aber eigentlich sinnlos, denn ohne die weiss man gar nicht, ob man wirklich zum eigenen Server verbunden ist, und damit wiederum nicht, ob man sich beim richtigen (eigenen) Server anmeldet.
Zuletzt geändert von lcavigelli am 08.01.2010, 22:24, insgesamt 3-mal geändert.
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Beitragvon gweirich » 08.01.2010, 22:09

Stimmt wohl schon. Um RDP gabs öfters mal kritische Äusserungen, z.B. hier http://isc.sans.org/diary.html?storyid=7303, wonach Microsoft die mehr als 5 Jahre alte Forsberg-Attacke defaultmässig immer noch nicht abwehrt. aber das ist zugegeben vermutlich nicht wirklich ein Alltagsproblem und lässt sich durch korrekte Konfiguration des Servers wohl verhindern. Die grössere Gefahr im Arztpraxis-Alltag ist wahrscheinlich sowieso der zu leichtfertige Umgang mit dem Schlüssel oder das Einschleppen von Tojanern per E-Mail :?

Ich selber verwende ebenfalls remote Zugriff auf den Praxisserver, aber zuhanden der Leser soll doch hier darauf hingewiesen werden, dass die Richtlinie des eidgenössischen Datenschutzbeauftragten noch immer lautet: Arztpraxis-PC's sollen nicht mit dem Internet verbunden werden.... s. hier: http://www.saez.ch/pdf_d/2009/2009-17/2009-17-101.PDF
Elexis macht es wegen seiner Offenheit einfach, alle möglichen Zugriffstechniken zu implementieren, aber die Verantwortung für den Datenschutz liegt allein beim Arzt, der es einsetzt. Also wenn jemand weiss, wie man einen sicheren Zugang einrichtet (oder einen Sohn hat, der dies kann :) ), ist es ok, andernfalls lieber die Finger davon lassen oder das nötige know-how einkaufen.

Nochmal herzlichen Dank für den Idee mit dem iTap. Wenn ich PhoneMyPC irgendwie durch einen VPN Tunnel kriege, werde ich das auf meinem Android Handy auch machen.
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Elexis auch mit Logmein auf iPhone

Beitragvon Tschumi » 27.01.2010, 09:40

Es ist auch möglich, mit dem iPhone App von www.logmein.com Elexis auf dem iPhone verfügbar zu machen. Dazu braucht es Logmein auf dem Arbeitsrechner und das App auf dem iPhone. Kostet CHF 33.-
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road warrior Situation

Beitragvon ursberner » 12.07.2010, 04:15

Bin gefragt worden wegen Elexis-Zugang z. B. in verschiedenen Heimen. L2TP und PPTP haben sich bisher instabil verhalten. Hat jemand Erfahrung mit SSH-VPN? Geht nur durch Port 443 (HTTPS), braucht in Mac laut Foren jedoch noch einiges an Handarbeit.
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Beitragvon gweirich » 12.07.2010, 05:41

OpenVPN ist einfach zu konfigurieren, kann auf jeden beliebigen Port gelegt werden und es gibt für alle wichtigen Betriebssysteme clients. Für Mac z.B. das ausgezeichnete "Tunnelblick".
Knacknuss kann einzig das Port Forwarding vom Router auf den Server werden, aber das Problem hat man mit anderen Lösungen ja auch.
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Beitragvon ursberner » 12.07.2010, 05:49

Ja, nur bedingt das einen Rechner als OpenVPN-Maschine oder eine Einplatinenlösung. Also einen Stromfresser und eine potentielle Fehlerquelle mehr in einer Anlage. Die Router-VPN-Kombinationen sind unter diesem und dem finanziellen Gesichtspunkt verlockend.
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Beitragvon marcode » 12.07.2010, 07:38

Hallo,

hier würde sich auch sehr leicht eine stromsparende Custom-Lösung realisieren lassen. Unter www.pcengines.ch werden "kleinst-pcs" geboten, auf die linux installiert werden kann. Dies läuft sehr stabil (keine beweglichen Teile) und mit sehr geringem Stromverbrauch (ca 5W).

Wir haben bereits daran gedacht, diese auch als Anbindung für div. RS232 Laborgeräte zu verwenden.
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Beitragvon marlovitsh » 12.07.2010, 08:05

VNC ist unverschlüsselt, UltraVNC lässt sich verschlüsseln
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Beitragvon gweirich » 12.07.2010, 17:20

ursberner hat geschrieben:Ja, nur bedingt das einen Rechner als OpenVPN-Maschine oder eine Einplatinenlösung. Also einen Stromfresser und eine potentielle Fehlerquelle mehr in einer Anlage. Die Router-VPN-Kombinationen sind unter diesem und dem finanziellen Gesichtspunkt verlockend.


Verstehe den Einwand nicht. Wenn Du von fern auf die Praxis zugreifen willst, muss ja sowieso der Praxisserver laufen. Auf dem kann auch der OpenVPN Server laufen. Meinetwegen in einer VM wenn Du OpenVPN nicht traust. Und wenn die Router/Firewall, die ja sowieso nötig ist, nur den OpenVPN Port durchlässt, scheint mir das keine grössere Sicherheitslücke, als ein separater OpenVPN Server.
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