Slony-I Replikation?

Slony-I Replikation?

Beitragvon ursberner » 23.08.2008, 07:08

Hat jemand mit postgres-Replikation z. B. mit Slony Erfahrung? Wäre dies nicht ein elegantes Backupkonzept?
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Variation

Beitragvon ursberner » 23.08.2008, 08:19

Oder wer kann aufgrund guter Erfahrungen für die Installation verlässlicher und einfacher Backup-Lösungen empfohlen werden?
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Beitragvon henzi.stefan » 23.08.2008, 10:04

Beachte die Lösung wie unter

http://www.elexis.ch/jp/content/view/117/45/

beschrieben. Funktioniert bei mir prima. Ich habe auf einem 2. PC im Netz einen PostgreSQL Server vorsorglich installiert. Die Datensicherungen werden an verschiedenen Orten im Netz abgelegt (Netzwerkfestplate, externe Festplatte, ca. 1x pro Woche auch auf Stick oder DVD). Bei einem Server-Ausfall nehme ich den Ersatz-Server in Betrieb - das ist in einigen Minuten gemacht.
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Replikation ?

Beitragvon ursberner » 16.01.2009, 06:09

Hat jemand Replikation als Teil seines Backupkonzepts erprobt? Theoretisch tönt dies verlockend - ständig eine aktuelle Kopie vorrätig haben. Oder was sind empfehlenswerte Vorgehensweisen? VM-Ware?
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Beitragvon gweirich » 16.01.2009, 12:01

Ich habe mal versucht, bei mir mysql mit Replikation aufzusetzen. Das ging auch ganz gut. Der "Schock" war dann, als ich irgendwann feststellte, dass der slave gar nicht mehr mitlief. Irgendwann hatte er sich ausgeklinkt ohne einen Ton zu sagen. Vermutlich müsste man das irgendwie konfigurieren, dass man eine Warnung bekommt, aber das war mir dann doch zu unsicher.

Inzwischen bevorzuge ich folgendes Konzept:
Ein externes Gehäuse enthält zwei Platten, die es selbständig als RAID-I konfiguriert. Nach aussen erscheint das RAID als einzelne Platte. Dieses Gehäuse schliesse ich per eSata an den Server an und installiere darauf die Datenbank. Ein zweiter PC wird so vorbereitet, dass er das Gehäuse ebenfalls einbinden kann.

Einmal pro Tag gibt es ein Backup (als komprimierten sqldump) auf eine externe Platte.
Einmal pro Monat kommen die letzten SQL-Dumps auf eine DVD, welche auserhalb der Praxis aufbewahrt wird.

Damit sind die Katastrophenpfade so:
  • Eine Harddisk steigt aus: Das Gehäuse piepst. Man nimmt die defekte Harddisk raus, schiebt eine neue rein, fertig.
  • Das Servernetzteil oder sonstwas am Server geht kaputt: Man schliesst das Gehäuse an den Reserverserver an, fertig.
  • Ein Virus oder Programmfehler oder Bedienungsfehler zerstört die Datenbank: Man spielt das letzte funktionierende Backup von der externen Platte zurück.
  • Das externe RAID-Gehäuse geht kaputt: Man nimmt das schlauerweise besorgte Reserve-RAID-Gehäuse und schiebt die Platten dort rein.
  • Der Netzwerk-Switch geht kaputt: Man setzt den schlauerweise besorgten Reserve-Netzwerk-Switch ein.
  • Die Praxis brennt ab: Man richtet sich eine neue Praxis ein und spielt das Backup von der letzten zuhause aufbewahrten DVD ins Computersystem ein.
  • Ein Meteoriteneinschlag zerstört sowohl die Praxis als auch das Wohnhaus: Man hat andere Sorgen und bemerkt darum nicht, dass man jetzt ein echtes Backup-Problem hat.


Habe ich ein Szenario vergessen?
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Beitragvon ursberner » 17.01.2009, 16:52

Läuft dies unter Linux? Ich fand bisher kein offiziell linux-empfohlenes RAID-Gehäuse mit eSATA.
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Beitragvon gweirich » 18.01.2009, 06:56

ursberner hat geschrieben:Läuft dies unter Linux? Ich fand bisher kein offiziell linux-empfohlenes RAID-Gehäuse mit eSATA.


Der "Witz" des externen Gehäuses ist ja eben, dass es transparent ist: Das Betriebssystem des Computers merkt nicht, dass es ein RAID ist, sondern hält es für eine normale Festplatte. Darum kann man es auch problemlos zwischen verschiedenen Computern austauschen. Erkennungszeichen: Nur ein eSata-Kabel zwischen Gehäuse und Rechner.

(Ganz im Gegensatz zu den sog. "Fake-RAID", die BIOS-vermittelt bei fast allen modernen Rechnern mit SATA-Anschlüssen eingerichtet werden können - diese sind nicht standardisiert. Was man in einem Rechner als RAID eingerichtet hat, wird an einem anderen nicht erkannt. Erkennungszeichen: Jede Platte ist separat über ein eigenes Kabel angeschlossen).
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